
Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel
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Die Jugend bilden, die Armen unterstützen und nach Kräften Not lindern. Die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel arbeiten heute mit 4.000 Mitarbeitern in sechs Ländern.
"Die Jugend bilden, die Armen unterstützen und nach Kräften Not lindern" - diesem Leitspruch ihrer Gründerin fühlen sich die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel (SMMP) bis heute verpflichtet - ob in der Pastoralarbeit, ihren Bildungseinrichtungen, an Kliniken und Ergotherapeutischen Praxen oder in der Seniorenhilfe. Gegründet vor über 200 Jahren, ist der deutsche Zweig der Gemeinschaft inzwischen auch in Brasilien, Bolivien, den Niederlanden, Rumänien und Mosambik heimisch geworden. Weltweit gehören ihm rund 400 Ordensschwestern an. Dazu kommen rund 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - 3.000 davon in Deutschland.
Wir haben uns dazu entschieden, das Erbe unserer Gründerin gemeinsam mit weltlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - auch in verantwortlichen Positionen - weiter zu tragen,
betont Generaloberin Schwester Aloisia Höing. Deshalb sieht sie der Zukunft der Gemeinschaft auch zuversichtlich entgegen. Beim Politischen Forum anlässlich des 200-jährigen Bestehens im Mai 2007 betonte der damalige Bundesminister für Arbeit und Soziales, Franz Müntefering, in Bestwig: "Hochachtung vor dem, was Sie leisten - und das mit erstaunlicher Kontinuität."
Schon als 18-Jährige gründet sie nach den Vorstellungen des Reformpädagogen Jean Baptiste de la Salle eine Schule für junge Mädchen. In den Wirren der Französischen Revolution verhilft sie Priestern zur Flucht nach England. Und sie verwahrt das Allerheiligste in einem Versteck unter der Treppe ihres Hauses, um heimliche Messfeiern zu ermöglichen. 51-Jährig hält sie schließlich die Stunde für gekommen, eine eigene Gemeinschaft zu gründen, die "von ihrer eigenen Hände Arbeit lebt" - und sie wählt für sich den Namen Maria Magdalena.
Gemeinsam mit den ersten Weggefährtinnen begibt sie sich anschließend auf eine 25-jährige Wanderschaft. Immer wieder werden sie gezwungen, ihre Bleibe aufzugeben und nach einer neuen zu suchen. Entweder machen ihnen andere, nach der Revolution zurückkehrende Gemeinschaften den Platz streitig. Oder sie weichen dem politischen Druck, der gegen sie ausgeübt wird. 76-jährig erwirbt Maria Magdalena Postel schließlich die verfallene Benediktinerabtei St. Sauveur-le-Vicomte. Hoch betagt hilft sie selbst noch mit, Wohnhaus und Kirche wieder aufzubauen. Selbst der erneute Einsturz des Kirchturmes durch ein Gewitter hält sie nicht von dem Vorhaben ab...
Als Maria Magdalena Postel am 16. Juli 1846 stirbt, ist ihre Gemeinschaft die größte der Diözese Courtances.
Bis heute ist die Abtei St. Sauveur-le-Vicomte das Mutterhaus der französischen Kongregation.
Ihre Nachfolgerin, die selige Schwester Placida Viel, lernt vier Lehrerinnen im Eichsfeld kennen und gründet 1862 die erste Niederlassung in Deutschland. Bedingt durch die großen Spannungen zwischen Deutschland und Frankreich nach dem Ersten Weltkrieg werden die beiden Ordenszweige auf Drängen der deutschen Bischöfe 1920 getrennt. Mittlerweile gibt es wieder intensive Kontakte. Beide Kongregationen arbeiten heute in insgesamt 15 Ländern.
"Ich glaube, dass wir das Charisma unserer Gründerin nicht privat für uns Schwestern haben. Ich denke sogar, dass es unsere Pflicht ist, dies weiterzugeben. Deshalb arbeiten wir gerne mit weltlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen", betont die Provinzoberin der Europäischen Provinz, Schwester Pia Elisabeth Hellrung. Wie groß der Zusammenhalt ist, haben die zahlreichen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2007 gezeigt. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wollen sie den Weg der Gründerin auch in Zukunft fortsetzen. Klar ist aber auch, dass dafür - angesichts knapper werdender öffentlicher Mittel und der wachsenden Herausforderungen weltweit - eine noch breitere Unterstützung aus der Bevölkerung notwendig ist. Möglichkeiten dazu stellen wir Ihnen auf dieser Internetseite vor.
Der Film in der SMMP-Hauptseite gibt einen Überblick über das Leben unserer Ordensgründerin, die Geschichte und die heutige Arbeit unserer Gemeinschaft.
http://www.smmp.de/service
/video-ordensgeschichte-
langversion.asp