Projekte

Mutter Erde - Gartenanlage von Cuatro Esquinas

Projekt zur Renaturierung und Bewirtschaftung der Gartenanlage des Kinderdorfes Cuatro Esquinas in Cochabamba / Bolivien

Gartenanlage

Im Kinderdorf "Cuatro Esquinas" der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel (SMMP) im bolivianischen Cochabamba leben 120 Mädchen. Hierbei handelt es sich um Voll- und Halbwaisen sowie verlassene und missbrauchte Kinder. Jeweils 12 Mädchen unterschiedlichen Alters leben in einem kleinen Haus, bilden hier eine Familiengruppe und werden von einer Gruppenmutter betreut. Ein Sozialarbeiterin, eine Pädagogin und eine Psychologin kommen regelmäßig, bieten Gespräche an und unterstützen lernschwache Mädchen durch besondere Förderprogramme.

Zum Kinderdorf gehört eine Gartenanlage von insgesamt rund 12.058 qm. Da dieser Garten seit einigen Jahren nicht mehr ausreichend gepflegt und bewirtschaftet wurde, soll dieser im Rahmen des Projektes "Mutter Erde" renaturiert und eine langfristigen Bewirtschaftung zugeführt werden. Durch die Ernten sollen das Kinderdorf Cuatro Esquinas sowie das Kinderdorf "Christo Rey" und die Kindertagesstätte "Casa de ninos" mit ausreichend Obst und Gemüse versorgt werden. Auch diese zwei Einrichtungen in Cochabamba befinden sich in Trägerschaft der SMMP.

Selbstversorgung und Ökologie

Die zum Kinderheim gehörenden Ländereien sollen durch eine fachliche Anleitung einer ständigen Produktion von Obst und Gemüse für den Bedarf von drei Kinderheimen in Cochabamba entwickelt werden. Dabei soll der ökologische Anbau mit berücksichtigt werden. Die bisherige Teilbewirtschaftung der Gartenanlage soll deutlich ausgebaut und die Qualität der Produkte sowie der Ernteerlös erhöht werden. Konkret soll von der bisher zu 42 % bewirtschafteten Fläche rund 72 % für Gemüsegärten genutzt werden.

Durch den Verkauf von Obst und Gemüse an die zwei außerhalb vom Kinderdorf liegenden Kinderhäuser der SMMP, soll die Selbstfinanzierung des Kinderheimes angestrebt werden. Weiterhin sollen durch die Ausweitung und Verbesserung des Anbaus der Pflanzen mehr Produkte erzeugt und dadurch eine breitere sowie gesündere Nahrungsvielfalt erreicht werden.

Die in der Gartenanlage tätigen Personen (auch ältere Mädchen aus den Kinderhäusern) sollen in landwirtschaftlicher Bildung geschult und zum ökologischen Anbau sensibilisiert und befähigt werden. Desweiteren sollen durch die Wiederaufbereitung von Schmutzwasser sowie weiterer kleinen Brunnenbohrungen ein zukunftsträchtiges Bewässerungssystem für den von ständiger Austrocknung bedrohten Gartenbodens angelegt und somit eine ständige Bewirtschaftung des Gartens gesichert werden.

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