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Kindercreche in Leme macht aus Kindern auch schon mal Artisten
Auch die Psychologin Sr. Elicir Rosa (Foto) arbeitet in der Creche mit.
228 Kinder betreut Schwester Romilda Aparecida Aguiar mit ihren rund 20 bezahlten und fast so vielen ehrenamtlichen Kräften Tag für Tag in der Kindercreche "Sagrada Familia" im brasilianischen Leme. Und aktuell stehen noch 268 Kinder auf der Warteliste. Übersetzt bedeutet der Name "Heilige Familie". Dass der Zulauf zu unserer Creche so groß ist, liegt allerdings daran, dass die Situation vieler Familien in Brasilien höchst problematisch ist.
Leme liegt gute drei Autostunden von der Metropole Sao Paulo entfernt. Die Stadt zählt rund 80.000 Einwohner. Und neben der Armut sind es vor allem die sozialen Spannungen, die viele Familien aushalten müssen. Manchmal sitzen Vater oder Mutter im Gefängnis, andere Eltern nehmen Drogen, sind Alkoholiker oder gewaltbereit. Wieder andere sind schon im Alter von 15 Jahren selbst Vater oder Mutter geworden und mit der Erziehung und Ernährung ihrer Kinder überfordert. Andererseits gibt es Eltern, die sich sehr wohl ihrer Verantwortung bewusst sind und sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten um ihre Kinder bemühen - die aber immer wieder an ihre Grenzen stoßen. Schwester Romilda und ihr Team versuchen, allen Familien soweit es geht gerecht zu werden. Dabei ist sie für jede Spende sehr dankbar.
Dankbar ist sie auch für die Missionare auf Zeit, die sich seit vielen Jahren regelmäßig in ihrer Einrichtung engagieren. Dabei handelt es sich um junge Frauen und Männer aus Deutschland, die - meist nach ihrem Abitur - ein Freiwilliges Soziales Jahr oder statt des Zivildienstes einen befristeten Dienst im Ausland wahrnehmen.
Die jüngsten Kinder in der Creche sind gerade erst ein paar Wochen alt, die ältesten zehn Jahre. Sie kommen morgens ab 6 Uhr in die Einrichtung und bleiben oft bis 18 Uhr abends. Dabei werden sie in verschiedene Altersgruppen aufgeteilt. Die Ältesten besuchen die zur Creche gehörende Schule gleich nebenan. Zweimal am Tag bekommen alle Kinder ein möglichst vitaminreiches Essen.
"Es liegt uns besonders daran, auf die Talente der Kinder zu achten und sie entsprechend zu fördern", beschreibt die junge Missionsschwester ihren ganzheitlichen Anspruch und Ansatz. Dazu tragen auch Tanz- und Flötenkurse oder artistische Aufführungen bei. "Solche Angebote helfen auch, Behinderte und Benachteiligte zu integrieren", betont Schwester Romilda.
Neu im pädagogischen Konzept sind die Hausbesuche der Leiterin und ihrer Sozialassistentin. Sie dienen dazu, die häusliche Situation der Kinder zu erfassen, um sie in der Creche dann entsprechend fördern zu können.
Schützen Sie mit einer Familienpatenschaft eine in Not geratene Familie und helfen Sie ihr Schritt für Schritt zur Selbstständigkeit:
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