
Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel
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Jugendliche werden in dem Projekt "Manege" in Berlin Marzahn wieder fürs Leben ermutigt
"Wenn hier neue, verunsicherte und frustrierte Jugendliche auftauchen, ahnt man gar nicht, was man ihnen alles zutrauen kann", erklärt Schwester Margareta Kühn, Sozialarbeiterin und Geschäftsführerin in dem Projekt "Manege" für arbeitslose junge Menschen in Berlin-Marzahn.
Seit Dezember 2005 sind die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel gemeinsam mit der Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos in dem strukturschwachen, 250 000 Einwohner zählenden Stadtteil präsent. Gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi, der sein buntes Zelt in unmittelbarer Nachbarschaft aufgeschlagen hat, wollen wir an diesem Ort für junge Menschen da sein - vor allem für jene Menschen, die ihren Weg in Ausbildung oder Arbeit und somit auch oft ins Leben noch nicht richtig gefunden haben. Sie leben in diesem Stadtbezirk meist allein, nicht selten ohne oder wenn, dann sehr angespannte familiäre Kontakte, zum Teil sogar in Obdachlosenheimen. Viele Menschen in diesem Bezirk sind arbeits- und perspektivlos. Konflikte kommen so sehr schnell auf. 95 Prozent der Bevölkerung haben hier auch noch nie Kontakt mit einer der großen christlichen Kirchen gehabt.
Von der Agentur für Arbeit werden Jugendliche aus Marzahn, sofern sie unter 25 Jahre alt und Arbeitslosengeld II beziehen, also Hartz-IV-Empfänger sind, für sechs Monate in eine unserer "Maßnahmen" vermittelt. Zwar ist das Projekt "Manege" in diesem riesigen Plattenbaubezirk zwischen den anderen Trägern eher noch klein und neu, doch setzen wir auf den Aufbau ehrlicher und tragfähiger Beziehungen, die nicht mit dem Abschluss des Tages und auch nicht mit der eigentlichen Maßnahme enden.
Der Tag beginnt für die Jugendlichen mit einem gemeinsamen Frühstück - "um ins Gespräch zu kommen, Beziehungen aufzubauen und dem Tag auch eine Struktur zu geben", wie Schwester Margareta Kühn erklärt. Anschließend werden die jungen Männer und Frauen zu Arbeitseinsätzen eingeteilt - manchmal auch in Form von Projekten außerhalb Berlins. Zum Ausklang der regulären Tage geht es dann in den Zirkus. Hier üben die jungen Leute in Begleitung der Artisten eigene Kunststücke ein, die dann auch zur Aufführung kommen. "Das vermittelt den Jugendlichen und jungen Erwachsenen natürlich auch Selbstwertgefühl. Ein Gefühl, das sie ja sonst kaum erfahren", begründet Schwester Margareta diese Maßnahme.
Der Umbau, die Ausstattung der Jugendlichen und das Material für die Projekte werden überwiegend aus Spenden finanziert. "Dieses Stück Mehr an Zeit, an Geduld, an Horizonterweiterung - auch durch Arbeitseinsätze außerhalb Berlins -, an Lebensbegleitung, die sich nicht nur an dem beruflichen Werdegang orientiert, benötigt einfach immer wieder finanzielle Unterstützung", so die Ordensfrau. Daher laden wir Sie herzlich ein, das erfolgreich angelaufene Projekt in Berlin-Marzahn weiter voran zu bringen.
60 Euro reichen bereits aus, um einen Jugendlichen aus dem Projekt "Manege" mit entsprechender Kleidung für die Arbeitseinsätze oder mit Büchern und Heften für die Berufsschule auszustatten.