Projektpatenschaften

Unser Schulprojekt in Manoel Ribas / Brasilien

Standort des Projektes

Karte von Brasilien

Manoel Ribas liegt im brasilianischen Bundesstaat Paraná und zählt rund 15.000 Einwohner bei einem jährlichen Bevölkerungswachstum von 0,47 %. Die Hauptstadt des Bundesstaates Paraná, Curitiba, liegt rund 327 km entfernt, der nächste Hafen Paranaguá 418 km und der Flughafen Campo Mourão 114 km. In Manoel Ribas herrscht ein feuchtes subtropisches Klima, d.h. heiße Sommer mit der Tendenz der Konzentration von Regenfällen sowie Winter mit weniger häufigen Frosteinbrüchen und ohne fest bestimmte Trockenzeit.

Die soziale Situation

Ein Blick auf die verschiedenen ethnischen Gruppen macht die Kulturenvielfalt der Stadt deutlich: In Manoel Ribas leben rund 3000 Deutsche, 3000 Ukrainer, 3000 Italiener, 1200 Indios und 3800 Menschen anderer Kulturen. 30 % der Menschen sind zur Hälfte alphabetisiert und rund 10 % sind Analphabeten. Die staatliche Arbeitslosenquote wird mit 13 % angegeben. Zum städtischen Bruttosozialprodukt tragen die Land- und Viehwirtschaft mit 29 %, die Industrie mit 17,71 % und die Dienstleistungen mit 53 % bei.

Unser Projektansatz

In diesem bunten Gemisch der Volksgruppen engagieren sich die Schwestern seit dem Jahr 1977. Zunächst wurde ein Schwesternhaus mit einem kleinen Kindergarten gebaut. 1996 mit dem Aufbau einer Schule bis zum 4. Schuljahr begonnen und im Jahr 2000 die Weiterentwicklung der Schule bis zum 8. Schuljahr abgeschlossen. Gerade in dieser multikulturell geprägten Region ist den Schwestern vor Ort eine qualifizierte Schulausbildung, die im pädagogischen Konzept eine christliche Wertevermittlung integriert und einen hohen Stellenwert hat, wichtig. Hier grenzt sich die Schule deutlich von den bestehenden staatlichen Schulen ab. Insbesondere die Vermittlung von Werten wie Solidarität, Gerechtigkeit oder Respekt vor dem Leben und der Umwelt stehen auf der Tagesordnung und sollen langfristig in die Gesellschaft hinein wirken. Getragen wird dieser Ansatz durch das Leitmotiv "Armut durch Bildung überwinden".

Anspruch einer ganzheitlichen Bildung

Ziel der Schule "Santa Maria Madalena Postel" in Manoel Ribas ist es, durch die an christlichen Werten ausgerichtete Erziehung den derzeit 160 Schülern und Schülerinnen im Alter von 3 bis 14 Jahren in acht Schuljahren eine ganzheitliche Bildung zu vermitteln. Für diese Arbeit tragen zur Zeit vier Ordensschwestern, zusammen mit einigen Lehrkräften und Angestellten der Schule, die Verantwortung. Auch mehrere Mütter engagieren sich ehrenamtlich im Schulbetrieb. Kinder und Jugendliche aus den unterschiedlichsten sozialen Verhältnissen sollen in der Schule bei der Entdeckung eigener Werte unterstützt und auf das spätere eigenständige Leben vorbereitet werden. Durch diese Form der Werteerziehung erhoffen sich die Schwestern, mittel- bis langfristig Missständen wie zum Beispiel Korruption oder den zahlreichen anderen Formen sozialer Ungerechtigkeiten in Brasilien den Boden zu entziehen. Neben der Arbeit mit den Schülern kommt daher auch der Elternarbeit eine bedeutende Rolle zu. Insbesondere werden die Eltern auch für ein ehrenamtliches Engagement in der Schule motiviert und dabei begleitet.

Solidarität trägt die Schule

Die Schule und der Kindergarten in Manoel Ribas tragen sich durch das monatliche Schulgeld der Schüler, durch Benefizveranstaltungen im Laufe des Jahres, durch Einnahmen von Vermietung der Schulräume sowie durch Spenden aus dem In- und Ausland. Auch die nicht vergütete Arbeit der Schwestern in der Schulleitung, dem Sekretariat und der Bibliothek trägt zum Unterhalt der Einrichtung bei. Denn eine öffentliche Förderung erhält die Schule bis heute nicht. Um Kindern aus armen Familien den Schulbesuch zu ermöglichen, wurde ein "Solidaritätsfond" eingerichtet. Aus diesem werden Schüler bedacht, deren Eltern das Schulgeld nicht oder nur teilweise entrichten können. Diese Hilfe wird vorübergehend gewährt. Sobald die Familie wieder in der Lage ist, das Schulgeld zu bezahlen, wird ein anderer Schüler bedacht, der auf den Fond angewiesen ist. In den letzten zwei Jahren musste für 90 % der Schüler ein Teil des Schulgeldes aus dem Solidaritätsfond mitfinanziert werden. Manche Familien begleichen das Schulgeld auch in Form von Naturalien wie Bohnen, Eiern, Maniok oder Kartoffeln. Andere durch stundenweise Arbeit in der Schule.

Projektpaten als Solidaritätspartner gesucht

Um dieses Schul- und Bildungsprojekt der Schwestern in Manoel Ribas auch für die Zukunft abzusichern und weiterzuentwickeln, werden dringend Projektpaten und andere Förderer gesucht. Diese können sich durch einen regelmäßigen, frei wählbaren monatlichen Beitrag solidarisch zeigen für diese Arbeit und diese absichern helfen. Der Patenschaftsbeitrag fließt zum einen in den Solidaritätsfonds der Schule für Kinder aus armen Familien und zum anderen in den Fonds zur Absicherung des unmittelbaren Schulbetriebes. So wirkt die Projektpatenschaft langfristig und zielgerichtet.

Ich will Projektpate werden!

Völlig unverbindlich und kostenlos können Sie weitere Informationen im Patenschaftsbüro der SMMP im Bergkloster Heiligenstadt anfordern oder auch sofort eine Patenschaft übernehmen. Ihre Hauptansprechpartnerin ist Schwester Adelgundis Pastusiak. Die Höhe Ihres monatlichen Patenschaftsbetrages wählen Sie selbst und auch die Zahlungsweise. Selbstverständlich erhalten Sie unaufgefordert eine Jahreszuwendungsbescheinigung für Ihre Steuererklärung. Mit einer Patenschaft gehen Sie im Übrigen keinerlei rechtliche Verpflichtung ein und können diese daher auch zu jeder Zeit kommentarlos beenden.

Bei Fragen zu Patenschaften helfen wir Ihnen gerne auch persönlich weiter.

Ansprechpartner:
Sr. Adelgundis Pastusiak
und
Winfried Meilwes

Patenschaftsbüro
Tel. 03606 673-134
E-Mail: patenschaften@smmp.de