
Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel
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Seit 1924 engagieren sich die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel (SMMP) in Bolivien, seit 1983 in der bolivianischen Großstadt Santa Cruz. Mit heute mehr als 1.500.000 Einwohnern ist Santa Cruz im Westen des Landes die zweitgrößte Stadt Boliviens. Schwerpunkte der Schwestern sind die Bildungs- und Sozialarbeit für sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche und deren Familien.
Viele Familien zogen aus den Bergdörfern nach Santa Cruz, nachdem die Zinn- und Erzminen geschlossen wurden. Sie hofften, sich hier eine Existenz aufbauen zu können. Doch Arbeit finden die Menschen, die oft weder lesen noch schreiben können, auch hier nicht. Stattdessen landen sie wieder im Elend. So leben in "La Morita", einem der Armenviertel der Stadt, hauptsächlich Zugezogene. Die oft kinderreichen Familien wohnen in Bretterhütten an unbefestigten Straßen ohne Kanalisation. Hungernde und obdachlose Menschen prägen das Stadtbild, insbesondere Kinder und alte Menschen leben auf der Straße. Oft müssen die Mädchen und Jungen einige Bolivianos zum Familienunterhalt hinzuverdienen, oder sie betteln oder stehlen. Eine gute Schulbildung, die ihnen eine Ausbildung und später ein Einkommen ermöglichen würde, erhalten sie nicht. Dabei ist ein Schulabschluss ihre einzige Chance, Arbeit zu finden und künftig ein besseres Leben führen zu können. Schon jetzt sind 15 Prozent der Bolivianer und 22 Prozent der Bolivianerinnen Analphabeten. In ländlichen Gebieten sind es vermutlich noch mehr. Erschreckende Zahlen, wenn man bedenkt, dass 42 Prozent der Bevölkerung jünger als 15 Jahre sind und die Bevölkerungsrate jährlich um 2,5 Prozent steigen. Instabile politische Verhältnisse bremsen die soziale Entwicklung des Landes und den Abbau von Benachteiligungen.
Das Engagement der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel (SMMP) und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konzentriert sich in Santa Cruz deshalb besonders auf die Verbesserung der Lebensperspektiven und auf Bildungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen. Konkretisiert wird dieser soziale und entwicklungspolitische Ansatz durch mehrere sich ergänzende Projekte: Die Trägerschaft und Unterhaltung einer sogenannten Primarschule (1.-8. Schuljahr), an der über 1.400 Kinder in zwei Schichten vormittags und nachmittags unterrichtet werden; die Trägerschaft und Unterhaltung einer Abendschule, die zum Abitur führt; das "Colegio Maria Magdalena Postel", eine Tagesschule, an der mittlerweile über 500 Mädchen und Jungen das Abitur erlangen können; ein Mittagstisch bei dem täglich 60-80 Straßenkinder oder Kinder aus bedürftigen Familien eine warme Mahlzeit erhalten; der Aufbau von familiären Strukturen durch Familienpatenschaften und Angehörigenarbeit.
Um arme, bedürftige Familien und besonders die Kinder künftig noch besser und zielgerichteter unterstützen zu können, bemühen sich die Schwestern seit dem Jahr 2004, Familienpatenschaften von in der Regel monatlich 30 Euro zu vermitteln. Durch diese Patenschaften soll die Unterstützung für beide Seiten ein Gesicht bekommen. Eine Familienpatenschaft in Santa Cruz soll die persönliche Form der Hilfe mit der Förderung eines Projektes für eine bestimmte Region verbinden. Familien sollen in ihrem Umfeld stabilisiert und im nächsten Schritt langfristig von fremder Hilfe unabhängig werden. Gerade die vielen Kinder profitieren von den Patenschaften, wie uns die ersten Jahre bereits gezeigt haben. Denn Kinder brauchen eine Familie. Sie brauchen Eltern, die ihnen eine gesunde und vor allem ausreichende Ernährung, aber auch den regelmäßigen Schulbesuch finanzieren und gewährleisten können. Jede geförderte Familie wird von unseren Schwestern vor Ort begleitet. So können wir garantieren, dass die Hilfe unmittelbar ankommt und gezielt wirken kann. Dabei achten wir darauf, dass die Familien nicht aus ihrer Verantwortung für das eigene Leben entlassen werden. Denn Familienpatenschaften haben für uns eine unterstützende Funktion.
Völlig unverbindlich und kostenlos können Sie eine Familienpatenschaftsmappe anfordern.
Sie erhalten
Entscheiden Sie sich dann für die von uns vorgeschlagene Familie, erhalten Sie eine Patenschaftsurkunde als Bestätigung. Mit einer Patenschaft gehen Sie im Übrigen keinerlei rechtliche Verpflichtung ein und können diese daher auch zu jeder Zeit kommentarlos beenden.
Ansprechpartner:
Sr. Adelgundis Pastusiak
und
Winfried Meilwes
Patenschaftsbüro
Tel. 03606 673-134
E-Mail: patenschaften@smmp.de