Familienpatenschaften

Unser Projekt in Metarica / Mosambik

Standort des Projektes

Kindergruppe

Seit 1998 sind die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel (SMMP) auch im afrikanischen Mosambik präsent. Zunächst nahm eine Schwester aus Brasilien drei Jahre am missionarischen Gemeinschaftsprojekt der Diözesen Nordbrasiliens und der Diözese Lichingia in Niassa / Nordmosambik teil. Um diese Arbeit fortzusetzen, wurde später eine kleine Kommunität der SMMP im District Metarica eröffnet. Heute leben und arbeiten hier drei Schwestern. Mosambik liegt an der Südostküste Afrikas. Bei einer Fläche von fast 800.000 km² beträgt die Einwohnerzahl 14,6 Millionen. Die Hauptstadt ist Maputo, die Landessprache Portugiesisch. Nach Angaben der Regierung und der Weltbank leben mehr als 60 % der Bevölkerung in absoluter Armut. Metarica liegt im Süden Niassas, etwa 70 Kilometer von Cuamba entfernt, der zweitgrößten Stadt dieses Bundesstaates. Die Region besteht aus kleinen Dörfern, die in großen Entfernungen verstreut voneinander liegen.

Die soziale Situation

Die Menschen in Metarica wohnen in einfachen Strohhütten. Auch die Kapellen sind so gebaut. Es gibt kein Leitungswasser, kein Abwassersystem, keinen Asphalt und kein Telefon. Elektrisches Licht funktioniert erst seit kurzem mit Hilfe eines Generators im Zentrum Metaricas. Jedoch liegt das Dorf noch oft im Dunkeln. Auch ein Arzt ist nicht vorhanden. Nur ein notdürftiger Gesundheitsdienst, der bei der Geburt von Kindern und einfachen Behandlungen hilft, ist vor Ort. Es gibt keinen Kindergarten. Die zahlreichen Kinder in dieser Altersstufe verbringen den Tag zu Hause oder auch auf der Straße.

Metarica verfügt nur über eine mangelhafte und extrem arme Schule. Das Fehlen von Schulmaterialien, die Situation des Hungers und der Unterernährung, in der die Schüler in die Schule kommen, sind besonders erschwerende Faktoren für erfolgreiches Lernen. Das Schulgebäude ist in einem sehr schlechten Zustand. Tische, Bänke, Stühle, Tafeln oder Schränke sind unzureichend oder gar nicht vorhanden.

Die Mehrzahl der Bevölkerung sind Muslime. Es gibt eine Minderheit katholischer Christen oder anderer Konfessionen wie auch Personen, die den traditionellen afrikanischen Stammesreligionen angehören. Die Stammessprache dieser Region ist Makua. Nur wenige Menschen sprechen die offizielle Sprache Mosambiks, Portugiesisch. Die jungen afrikanischen Frauen werden schon sehr früh in jeder Beziehung besonders benachteiligt. Die Mütter führen allgemein ein Leben in wirklicher Sklaverei, da praktisch die ganze Last der Unterhaltung der Familie auf sie zurückfällt. Sie verbringen den ganzen Tag auf der "Machamba", der Getreide- oder Maniokpflanzung. Für die Hausarbeiten bleibt ihnen nur der Abend.

Unser Projektansatz

Unter dem Leitgedanken "Die barmherzige Liebe Gottes sichtbar machen" bemühen sich die Schwestern in einem ersten Schritt, Vertrauen zu den Menschen in der Region aufzubauen. Dabei versuchen sie in ihrer Pastoral- und Sozialarbeit insbesondere das Selbstbewusstsein der Menschen, vor allem der Frauen, zu stärken. Die Dorfbewohner sollen Vertrauen in ihre eigenen Kräfte und Begabungen entwickeln und entdecken, dass sie ihre Realität selbst verändern können. Mittlerweile haben sich zur Konkretisierung dieses Projektansatzes folgende Schwerpunkte entwickelt: Mitarbeit in der Pastoral der Pfarrei Metarica und deren Kapellengemeinden; Mitarbeit im Projekt ESAM (offene Sekundarausbildung in Mosambik); Koordination des Erziehungsprojektes PEAD zur Alphabetisierung in der Diözese Lichinga; Mitarbeit beim Aufbau eines Gesundheitspostens in der Region von Metarica; Sicherung von familiären Strukturen durch Vermittlung von Familienpatenschaften sowie Elternarbeit.

Familienpatenschaften stärken Familien

Um junge Familien, aber auch unmittelbar Not leidende Familien in der Region Metarica mittel- und langfristig in die Lage zu versetzen, ihr Leben menschenwürdig und ohne fremde Hilfe von außen zu gestalten und ihnen bei der Steigerung ihrer geringen Einkünfte zu helfen, bemühen sich die Schwestern seit dem Sommer 2005 Familienpatenschaften in der Regel in Höhe von 30 Euro zu vermitteln. Durch diese Patenschaften soll die Unterstützung für beide Seiten ein Gesicht bekommen.

Eine Familienpatenschaft in Metarica soll die persönliche Form der Hilfe mit der Förderung eines Projektes für eine bestimmte Region verbinden. Familien sollen in ihrem Umfeld zunächst stabilisiert und im nächsten Schritt langfristig von fremder Hilfe unabhängig werden. Gerade die vielen Kinder profitieren von den Patenschaften, wie uns die ersten Jahre bereits gezeigt haben. Denn Kinder brauchen eine Familie. Sie brauchen Eltern, die ihnen eine gesunde und vor allem ausreichende Ernährung aber auch den regelmäßigen Schulbesuch finanzieren und gewährleisten können. Auch die medizinische Grundversorgung kann dadurch abgesichert werden. Jede geförderte Familie wird von unseren Schwestern vor Ort begleitet. So können wir garantieren, dass die Hilfe unmittelbar ankommt und gezielt wirken kann. Dabei achten wir darauf, dass die Familien nicht aus ihrer Verantwortung für das eigene Leben entlassen werden. Denn Familienpatenschaften haben für uns eine unterstützende Funktion.

Ich will Familienpate werden!

Völlig unverbindlich und kostenlos können Sie eine Familienpatenschaftsmappe anfordern.

Sie erhalten

  • eine Beschreibung des Projektes und der Lebenssituation einer konkreten Familie
  • Informationen zu allen weiteren inhaltlichen sowie organisatorischen Fragen rund um die Patenschaftsaktion.

Entscheiden Sie sich dann für die von uns vorgeschlagene Familie, erhalten Sie eine Patenschaftsurkunde als Bestätigung. Mit einer Patenschaft gehen Sie im Übrigen keinerlei rechtliche Verpflichtung ein und können diese daher auch zu jeder Zeit kommentarlos beenden.

Bei Fragen zu Patenschaften helfen wir Ihnen gerne auch persönlich weiter.

Ansprechpartner:
Sr. Adelgundis Pastusiak
und
Winfried Meilwes

Patenschaftsbüro
Tel. 03606 673-134
E-Mail: patenschaften@smmp.de