
Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel
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In vier Konventen mit zurzeit 60 Schwestern unterstützen die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel (SMMP) die sozialen und pastoralen Aufbrüche in der brasilianischen Kleinstadt Leme, rund drei Autostunden von der Metropole São Paulo entfernt. Leme zählt zurzeit rund 80.000 Einwohner, Tendenz steigend.
Leme hat sich seit Jahren als Zuflucht für die Menschen aus dem Nordosten des Landes entwickelt, da diese Gegend immer wieder von Dürreperioden heimgesucht wird. Durch die Landflucht erhoffen sich die Menschen Arbeit und eine bessere Zukunft. In der Stadt fehlt es jedoch an Arbeitsplätzen, so dass Arbeitslosigkeit und Armut ständig wachsen. Die meisten Menschen arbeiten als Tagelöhner auf Apfelsinen-, Baumwoll- oder Zuckerrohrplantagen und halten so sich und ihre Familien notdürftig über Wasser. Aber selbst diese Arbeitsplätze sind durch moderne Maschinen gefährdet. Die Stadtrandviertel tragen das Gesicht der Armut. Viele Menschen wohnen in einfachen kleinen Hütten. Oft teilen sich Eltern und Kinder eine einzige Matratze. Auch die Infrastruktur ist völlig unzureichend: Wasser, Elektrizität, Kanalisation und asphaltierte Straßen fehlen weitgehend.
Besonders die zahlreichen Kinder leiden unter den schlechten Wohn- und Lebensbedingungen. Mangelnde Ernährung und schlechte hygienische Verhältnisse führen zu Unterernährung und Krankheiten. Medikamente und ärztliche Behandlung sind jedoch für viele Familien unerschwinglich. Da die Eltern zumeist tagsüber auf den Plantagen arbeiten, sind die Kinder auf sich allein gestellt und lungern auf den Straßen herum - häufig auf der Suche nach Essen. Die Familien sind zu arm, um ihre Kinder in die Schule zu schicken. Durch die soziale Situation sind viele Familien zerrüttet. Dadurch gibt es zahlreiche allein erziehende Mütter, die um ihr Überleben kämpfen. Man trifft aber auch auf Kinder und Jugendliche, die von ihren Eltern völlig verlassen worden sind.
Die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel (SMMP) und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konzentrieren sich in Leme auf die Verbesserung der konkreten Lebenssituation der Familien in den Armenvierteln. Die Eltern werden bei der Erziehung ihrer Kinder unterstützt. "Armut durch Bildung überwinden" ist dabei unser Leitsatz. Konkretisiert wird er durch drei sich ergänzende Projekte: Die Kindertagesstätte "Sagrada Familia" für bis zu 220 Kinder im Alter von null bis zehn Jahren; Sozialarbeit mit dem Projekt "Häuser statt Hütten", durch das arme und Not leidende Familien beim Bau einfacher Steinhäuser finanziell unterstützt und begleitet werden; Sicherung von familiären Strukturen durch Familienpatenschaften sowie Elternarbeit.
Damit arme und Not leidende Familien in Leme ihr Leben menschenwürdig und ohne fremde Hilfe gestalten können, vermitteln wir Schwestern Familienpatenschaften von in der Regel monatlich 30 Euro. Durch diese Patenschaften soll die Unterstützung für beide Seiten ein Gesicht bekommen. Mit dem Patenschaftsbeitrag sollen die Patenfamilien zunächst stabilisiert und im nächsten Schritt von fremder Hilfe unabhängig werden. Besonders die vielen Kinder profitieren davon. Denn sie brauchen Eltern, die ihnen eine gesunde und vor allem ausreichende Ernährung, aber auch den regelmäßigen Schulbesuch finanzieren und gewährleisten können. Jede geförderte Familie wird von unseren Schwestern vor Ort begleitet. So können wir garantieren, dass die Hilfe ankommt und gezielt wirken kann. Dabei achten wir darauf, dass die Familien nicht aus ihrer Verantwortung für das eigene Leben entlassen werden. Denn Familienpatenschaften haben für uns eine unterstützende Funktion und sollen Hilfe zur Selbsthilfe sein.
Völlig unverbindlich und kostenlos können Sie eine Familienpatenschaftsmappe anfordern.
Sie erhalten
Entscheiden Sie sich dann für die von uns vorgeschlagene Familie, erhalten Sie eine Patenschaftsurkunde als Bestätigung. Mit einer Patenschaft gehen Sie im Übrigen keinerlei rechtliche Verpflichtung ein und können diese daher auch zu jeder Zeit kommentarlos beenden.
Ansprechpartner:
Sr. Adelgundis Pastusiak
und
Winfried Meilwes
Patenschaftsbüro
Tel. 03606 673-134
E-Mail: patenschaften@smmp.de