
Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel
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In gleich drei Konventen mit über 20 Schwestern engagieren sich die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel (SMMP) in der Bildungs- und Sozialarbeit für sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche und deren Familien in Cochabamba. Die mit über 550.000 Einwohnern drittgrößte Stadt Boliviens liegt in einem etwa 25 Kilometer langen und zehn Kilometer breiten, äußerst fruchtbaren Tal auf 2.550 Meter Höhe. Die Hauptstadt des gleichnamigen Departements ist ein wichtiger Umschlagplatz für Getreide, Gemüse, Obst und andere landwirtschaftliche Produkte des Landes. Bedingt durch die Landflucht wächst auch in Cochabamba die Einwohnerzahl ständig und mit ihr die Armut. Hungernde und obdachlose Menschen prägen das Stadtbild, insbesondere Kinder und alte Menschen leben auf der Straße.
Eine gute und qualifizierte Schulausbildung ist in Cochabamba wie in allen anderen Städten Boliviens viel wert. Über 15 Prozent der männlichen und 22 Prozent der weiblichen Einwohner gelten in Bolivien als Analphabeten. Die tatsächliche Quote dürfte weit darüber liegen. Diese Zahlen gewinnen noch an Bedeutung, wenn man berücksichtigt, dass 42 Prozent der Einwohner Boliviens jünger als 15 Jahre sind und das Bevölkerungswachstum jährlich 2,5 Prozent steigt. 71 Prozent der Bevölkerung des Landes sind Indios, die jedoch politisch in der Minderheit sind.
Fast 60 Prozent aller Bolivianer leben unterhalb der Armutsgrenze, im ländlichen Bereich liegt dieser Wert deutlich höher. Instabile politische Verhältnisse bremsen den dringenden sozialen Wandel eines an sich an Bodenschätzen reichen Landes. Insbesondere die hohe Arbeitslosigkeit sowie schlechte Wohn- und Lebensbedingungen an den Stadträndern und auf dem Land, tragen zur Not der oft kinderreichen Familien bei. Durch diese soziale Not sind viele Familien zerrüttet. Dadurch gibt es zahlreiche allein erziehende Mütter. Aber auch die Zahl der Kinder und alten Menschen, die auf den Straßen in Cochabamba um ihr Überleben kämpfen, steigt ständig und als Folge davon steigt auch die Kriminalität. Städte wie Cochabamba haben sich seit Jahren als Zuflucht für Menschen aus den ländlichen Regionen entwickelt. Immer mehr junge Bolivianer verlassen ihre Heimatdörfer und suchen in der Stadt eine berufliche Zukunft. Doch ohne Ausbildung sind ihre Chancen auf einen qualifizierten Arbeitsplatz gleich null.
Das Engagement der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel (SMMP) und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konzentriert sich in Cochabamba auf die Verbesserung der Erziehungs- und Bildungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen sowie die berufliche Qualifizierung junger Erwachsener, besonders junger Frauen. "Armut durch Bildung überwinden" ist das Leitmotiv, das hinter dem Projekt steht. Konkretisiert wird dieser soziale und entwicklungspolitische Ansatz durch vier sich ergänzende Projekte: Die Privatschule "Colegio Santa Maria" mit über 1.000 Schülerinnen und Schülern; das Berufsausbildungszentrum "CETAP" mit über 500 Schülern in Zusammenarbeit mit der christlichen Erziehungsbewegung "Fe y Alegria"; die Trägerschaft und die pädagogische Leitung des Kinderdorfes "La Providencia"; die Trägerschaft und Leitung der Kindertagesstätte "Casa de niños"; die Sicherung und Stärkung von familiären Strukturen durch Familienpatenschaften und Elternarbeit.
Um junge Familien, aber auch unmittelbar Not leidende Familien mittel- und langfristig in die Lage zu versetzen, ihr Leben menschenwürdig und ohne fremde Hilfe von außen zu gestalten und ihnen bei der Steigerung ihrer geringen Einkünfte zu helfen, bemühen sich die Schwestern seit dem Jahr 2004, Familienpatenschaften von in der Regel monatlich 30 Euro zu vermitteln. Durch diese Patenschaften soll die Unterstützung für beide Seiten ein Gesicht bekommen. Eine Familienpatenschaft in Cochabamba soll die persönliche Form der Hilfe mit der Förderung eines Projektes für eine bestimmte Region verbinden. Familien sollen in ihrem Umfeld zunächst stabilisiert und im nächsten Schritt langfristig von fremder Hilfe unabhängig werden. Gerade die vielen Kinder profitieren von den Patenschaften, wie uns die ersten Jahre bereits gezeigt haben. Denn Kinder brauchen eine Familie. Sie brauchen Eltern, die ihnen eine gesunde und vor allem ausreichende Ernährung aber auch den regelmäßigen Schulbesuch finanzieren und gewährleisten können. Auch die medizinische Grundversorgung kann dadurch abgesichert werden. Jede geförderte Familie wird von unseren Schwestern vor Ort begleitet. So können wir garantieren, dass die Hilfe unmittelbar ankommt und gezielt wirken kann. Dabei achten wir darauf, dass die Familien nicht aus ihrer Verantwortung für das eigene Leben entlassen werden. Denn Familienpatenschaften haben für uns eine unterstützende Funktion.
Völlig unverbindlich und kostenlos können Sie eine Familienpatenschaftsmappe anfordern.
Sie erhalten
Entscheiden Sie sich dann für die von uns vorgeschlagene Familie, erhalten Sie eine Patenschaftsurkunde als Bestätigung. Mit einer Patenschaft gehen Sie im Übrigen keinerlei rechtliche Verpflichtung ein und können diese daher auch zu jeder Zeit kommentarlos beenden.
Ansprechpartner:
Sr. Adelgundis Pastusiak
und
Winfried Meilwes
Patenschaftsbüro
Tel. 03606 673-134
E-Mail: patenschaften@smmp.de